Heil euch und Herzlich Willkommen!

 

Geschichte der Skinhead-Bewegung
 
 
Der Ursprung der Skinhead-Bewegung liegt in Großbritannien, wo sie sich in zwei Phasen herausbildete. Ende der 60er Jahre vermischten sich die Angehörigen der drei Jugendbewegungen Modernists (Mods), Boot-Boys (Vorgänger der heutigen Hooligans) und Rude-Boys (Söhne jamaikanischer Einwandererfamilien) zur ersten Generation der Skinhead-Bewegung. Ihr Outfit – schwere Stiefel, Jeans und T-Shirt – sollte für alle nachfolgenden Skinheads stilbildend werden. Das Erscheinungsbild symbolisierte die soziale Herkunft aus der Arbeiterklasse, zu der sich die ersten Skinheads mit elitärem Stolz bekannten. Mitte der 70er Jahre war die erste Skinhead-Generation aus dem britischen Straßenbild verschwunden.
 
Ihr Erbe traten kurze Zeit später, wiederum in Großbritannien, so genannte Street-Punks an, die sich aus Enttäuschung über die zunehmende Kommerzialisierung des Punks von dieser Subkultur abgewandt hatten. Vor dem Hintergrund eskalierender sozialer Konflikte geriet die Skinhead-Bewegung Ende der 70er Jahre unter den Einfluss rechtsextremistischer Organisationen. Zunächst gewann die 1967 gegründete rechtsextremistische National Front Einfluss auf die Skinhead-Bewegung. Ihr folgten in den 80er Jahren die noch extremeren Gruppierungen British Movement und Blood & Honour (B & H). Wegen ihrer latenten Fremdenfeindlichkeit erwiesen sich viele Skinheads als anfällig für die rechtsextremistischen Politisierungsversuche, zumal sie von der ohnehin hohen Arbeitslosigkeit überproportional betroffen waren.
 
Skinhead-Bewegung in Deutschland
 
Über Angehörige der hier stationierten britischen Streitkräfte gelangte die neue Subkultur Ende der 70er Jahre auch nach Deutschland. Der Skin-Kult wurde zudem von deutschen Punks adaptiert, die über englische Fanzines (Szene-Zeitschriften) mit der Skinhead-Bewegung in Berührung kamen. Nach einer Phase anfänglicher Zusammenarbeit entfernten sich die beiden Subkulturen politisch immer weiter voneinander. Während viele Punks ein eher anarchistisches Selbstverständnis entwickelten, gerieten große Teile der Skinhead-Bewegung unter eine sich verstärkende rechtsextremistische Einflussnahme. Den endgültigen Bruch markierten die so genannten "Chaos-Tage" des Jahres 1984 in Hannover, in deren Verlauf es aufgrund gegenseitiger Provokationen zu einer Straßenschlacht mit mehreren Verletzten kam. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die jährlich durchgeführten "Chaos-Tage" eine Gemeinschaftsveranstaltung von Punks und Skinheads gewesen.
 
Die von den Skinheads hoch gehaltenen "Tugenden" wie Männlichkeitskult, Kampfbereitschaft und ihre latent fremdenfeindliche Grundeinstellung prädestinierten sie für rechtsextremistische Beeinflussungen. Die ersten rechtsextremistischen Organisationen, die das Rekrutierungspotenzial der Skinhead-Bewegung erkannten, waren die Aktionsfront Nationaler Sozialisten/Nationale Aktivisten (ANS/NA) des 1991 verstorbenen Neonazis Michael KÜHNEN und die mittlerweile verbotene Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei (FAP), deren niedersächsischer Landesvorsitzender Thorsten HEISE selbst Skinhead war. Heute bildet die rechtsextremistische Skinhead-Bewegung ein wichtiges Rekrutierungsfeld für die NPD und die neonazistischen Kameradschaften


Sie sind Besucher Nr.

Kostenlose Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!